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Gefahren und Folgen der Thrombose

Das Gerinnsel haftet in den ersten Tagen nicht fest an der Venenwand, kann sich ablösen und in die Lunge abschießen, wo es die Lungengefäße verlegt: eine Lungenembolie. Schlimmstenfalls kann der Kreislauf und die Atmung zusammenbrechen und zum plötzlichen Tod führen. Die meisten Lungenembolien sind glücklicherweise weniger schlimm. Oft verspürt der Patient gar nichts, es kann zu Atemnot kommen, stechendem Schmerz beim Atmen, schnellem Atmen und schnellem Pulsschlag. Solche Beschwerden müssen in jedem Fall ernst genommen und ohne Zeitverlust abgeklärt werden. Lungenembolien sind die dritthäufigste Todesursache und führen 4 x so häufig zum Tode wie Verkehrsunfälle.

Das Lungenembolierisiko ist stark abhängig vom Entstehungsort der Thrombose: im Arm-, Schulter- und Halsbereich ist eine Embolie selten, das Risiko ist im Bein- und Beckenvenenbereich deutlich höher.

Chronische Folge ist das sogenannte postthrombotische Syndrom: durch die Zerstörung der Venenklappen entsteht ein Blutstau in den Venen wie oben beschrieben mit Schwellung (Stadium 1), Braunverfärbung, Verhärtung der Haut, Ekzemen (Stadium 2) sowie letztlich manchmal ein Geschwuer( Stadium 3).

Da die tiefen Venenklappen irreparabel geschädigt werden und eine Operation nur in Einzelfällen zweckmäßig ist, ist der Schaden dauerhaft und bedarf einer lebenslangen Behandlung (mehr oder weniger intensiv). Mit gewohnheitsmäßigem Tragen von Gummistrümpfen, selten ergänzt durch Bandagen, lassen sich die Folgen allerdings meist gut beherrschen und die Folgen des Venenstaus verhindern oder mindern