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Bandagen sind in der Behandlungsphase nicht zu ersetzen.

Bei gleichzeitiger Bewegung bieten die nicht wesentlich elastischen Bandagen die Möglichkeit, durch den Druck der sich bewegenden Muskeln eine Art aktive Pumpwirkung auf die Haut auszuüben: die Muskeln pressen die Haut gegen die starren Bandagen im Rhythmus der Bewegung aus! Diese Wirkung haben die elastischen Kompressionsstrümpfe nicht!

Oft erleben Patienten Enttäuschungen, wenn sie statt der Bandagen Gummistrümpfe in der Behandlungsphase tragen.

Praktischer Hinweis:
Eine wesentliche Erleichterung der Behandlungsphase kann erreicht werden durch die Kombination von Gummistrümpfen und Bandagen. Bandagiert man über einem Gummikompressionsstrumpf, ist es (außer beim Lymphödem, bei dem der Fuß auf jeden Fall mit bandagiert werden muss ) oft ausreichend, ab der Fessel nach oben zu bandagieren. Meistens reicht der Gummistrumpf der Klasse II, um den Fuß unter der Bandage nicht anschwellen zu lassen. Die Vorteile sind vielfältig:
  • Das Sprunggelenk bleibt von Bandagen frei und ist besser beweglich.
  • Der Fuß bleibt frei und passt in die gewohnten Schuhe, ohne diese zu dehnen.
  • Der Gummistrumpf gibt den Bandagen besseren Halt, diese rutschen weniger.
  • Die Bandagen verstärken den konstanten Anlagedruck des Gummistrumpfes: es kommt (zusammen mit dem besseren Halt) weniger zu kontraproduktiven Einschnürungen.
  • Während der Gummistrumpf einen fixen Anlagedruck hat, lässt sich der Druck der Bandagen jeweils modifizieren.
  • Durch die Kombination kann man über den Tag variieren: z.B. Vormittags Bandagen über Gummistrumpf, am Nachmittag, sollte das Bein unter der Kompression zu spannen beginnen, Entfernen der Bandagen, aber belassen des Gummistrumpfes, abends vielleicht wieder verstärkte Kompression mit Bandagen